Die Geschichte der Fotografie
Kategorie: Kamera-Infos

-Von der Dunkelkammer zum Lichtbild-

Die Dunkelkammer war eigentlich ein abgedunkelter Raum mit einem Loch in der Wand. Das einfallende Licht projizierte auf die gegenüberliegende Wand ein auf dem Kopf stehendes Abbild dessen was sich hinter diesem Loch verbarg. Dieses Prinzip war bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Dennoch war es Leonardo da Vinci im 16. Jahrhundert, der die Funktionsweise der Dunkelkammer richtig deutete. Dann im 17. Jahrhundert wurde diese mittels Modellbau zu einem transportablen Kasten weiterentwickelt.

Entstehung der ersten Fotos

In den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts wurden die ersten nachweisbaren Experimente zum Fixieren des fotografischen Bildes von Claude Niépce, Joseph Nicéphoe Niépce und Thomas Wedgwood durchgeführt. Um das Jahr 1815 herum beschäftigte sich der Advokat Joseph Nicéphore Niépce sich mit der Lithografie. Er entwickelte ein Verfahren mit dem es ihm gelang eine Direktkopie eines Lithographie-Porträts auf einer asphaltbeschichteten Zinnplatte darzustellen, welche nach Auflösen der unbelichteten Asphalt-Partien mit Lavendelöl graviert und vervielfältigt werden konnte. Dieses Verfahren bezeichnete er als Heliographie, wobei die Belichtungszeit mehrere Stunden benötigte. Im Jahre 1837 entdeckte Daguerre die Kochsalzlösung zum fixieren. Daguerres Verfahren benötigte nur noch mehr-minütige Belichtungszeiten beim Produzieren eines Abbildes.

Lichtstarke Objektive verkürzen Belichtungzeiten

Nach dem Jahre 1839 arbeiteten zahlreiche Forscher an der Verbesserung des fotografischen Verfahrens. Dabei wurden weitere lichtempfindliche Silbersalze entdeckt, die Linsen der Dunkelkammer wurden verbessert und erste lichtstarke Objektive wurden gebaut. Aber vor allem wurde die Belichtungszeit verkürzt.Die Kollodium-Nassplatte verkürzte die Belichtungszeit auf wenige Sekunden. Der Nachteil war, dass z.B. ein Reisefotograf für seine Fotokunst immer ein Dunkelkammerzelt mit sich führen musste.

Im Jahr 1868 präsentierte Louis Ducos du Hauron den ersten farbigen Pigmentdruck und patentierte verschiedene Farbverfahren. Nach vielen weiteren Forschern und Erfindungen wurden zur Wende des 20. Jahrhunderts die Vorraussetzungen für die Farbfotografie geschaffen. Durch die Trockenverfahren und die Verkleinerung der Amateurkameras am Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Fotografie mobil. Zudem war es fortan möglich fotografische Aufnahmematerialien industriell zu fertigen, denn nun konnten die Fotoplatten auch gelagert werden. Ab Mitte der 1980er Jahre erschienen die ersten kommerziellen Digitalkameras. Die Entwicklung ist ein Prozess der nach wie vor andauert. Dank dieser Fortschritte ist es uns heute möglich während unseres Urlaubs z.B. auf einer Kreuzfahrt Fotografien anzufertigen. Durch die einfache Handhabung von Digitalkameras wird man recht schnell zu Schnappschüssen verleitet. War man bei Aufnahmen per Filmrolle noch sehr darauf bedacht, wirklich nur einzigartige Bilder zu schießen so kann man mit einer modernen Digitalkamera alles und jederzeit abfotografieren. Schnappschüsse landen jedoch nach ein oder zweimaliger Betrachtung in einem Ordner auf einer Festplatte und geraten so recht schnell in Vergessenheit. Aber auch die Entwicklung immer neuerer Bilderrahmen hat sich stetig verbessert. Wurden noch vor einigen Jahren die Urlaubsfotos mühsam in Fotoalben oder in Bilderrahmen aus Holz geklebt, so gibt es heute die Möglichkeit die digitalen Bilder in einen digitalen Bilderrahmen einzuspeisen. Dieser lässt sich so programmieren, dass die Bilder darauf in einem bestimmten Zyklus wechseln.